Erfolgreiche (Selbst-)Führung im Berufsalltag – von Iris Dick.

Eine Untersuchung der American Society of Training & Development beschäftigt sich damit, wie man die Wahrscheinlichkeit steigern kann, gesetzte Ziele zu erreichen. Danach ist die Wahrscheinlichkeit ein Ziel zu erreichen

  • 10%, wenn man eine Idee hat oder hört
  • 20%, wenn man bewusst entscheidet, sie anzunehmen
  • 40%, wenn man entscheidet, sie umzusetzen
  • 50%, wenn man konkret plant, wie man sie umsetzen wird
  • 65%, wenn man sich gegenüber jemandem anderen verpflichtet, sie umzusetzen
  • 95%, wenn man dieser Person außerdem eine Ãœberprüfungs-Vollmacht“ gibt

Wenn Sie über die oben genannte 50%-Marke der Zielerreichung hinaus kommen wollen, reicht demnach Ihre Willenskraft, Ausrichtung und strukturierte Handlungsplanung alleine nicht aus. Als Einzelkämpfer kommen Sie hier an ihre Grenzen. Für den Sprung zu 95-Prozent-Ziel-Umsetzungswahrscheinlichkeit müssen Sie jedoch ein ganz anderes „Spielfeld“ betreten: Sie benötigen dazu wenigstens einen Partner, dem Sie sich so eröffnet und mitgeteilt haben, dass Ihr Ziel auch für ihn schon als konkret greifbar im Raum steht. Sie brauchen außerdem den Mut, sich kritischen Fragen und differierenden Ansichten zu stellen, sowie den noch größeren „Mumm“, öfters mal schlecht auszusehen oder dumm dazustehen: Denn ziemlich sicher können „Schwächel-Phasen“ und Selbstbetrug, aber auch verquerte Rechthaberei und idealistische Ungenauigkeit unter dem überprüfenden Blick Ihres verpflichteten Gegenübers nicht lange überleben.

Ihre persönliche Wachstumsmöglichkeit ist bei dieser Herangehensweise reichhaltiger und größer, denn Sie haben bereits, wenn man es grafisch darstellen wollte, ein Spielfeld mit mehreren Dimensionen, das durch die Kombination Ihrer beider unterschiedlicher Blickwinkel entsteht. Unvorhergesehenes kann passieren, der Weg zu Ihrem Ziel wird interessanter und dynamischer. Dranbleiben – auch an schnöden To-Do-Listen – wird einfacher durch bessere Motivation, selbst wenn Ihr Überprüfungs-Bevollmächtigter auch kein größerer Meister als Sie selbst in Ihrem Themenbereich ist. Denn es ist wie im Sport:

Boris Beckers Coach braucht nicht besser Tennis spielen können als ein Trainee. Trotzdem kann er ihn zum Gewinnen unterstützen!

Ihr selbstgewählter Zielerreichungs-Partner bringt, gleich ob er ein professioneller Coach ist oder ein talentierter Gesprächspartner, einen guten Blick von außerhalb des eigenen Tellerrands ein und stärkt Sie enorm, indem er begründet an Sie glaubt.

Denn Sie sind am besten, wenn nicht nur das Ziel, sondern auch Ihre Lebensqualität stimmt!

Ist es Ihnen wichtig, nicht nur Ihre Ziele zu erreichen, sondern auch einen guten Flow und Arbeitsfreude dabei zu genießen? Viele Erfolgsorientierte legen Wert darauf, keinen Raubbau an der eigenen Gesundheit zu betreiben und sich möglichst nicht von Stress und äußeren Restriktionen hetzen zu lassen, sondern aus ruhiger Eigenmotivation gelassen und umsichtig ihre Sache zu machen. Und sie machen sie gut: Nur wenn Sie wissen, wer Sie sind und wofür Sie stehen, können Sie auch im stürmischen Umfeld einen Ruhepol bilden und produzieren gewöhnlich hervorragende Ergebnisse. Diejenigen, die „im Auge des Sturms“ in sich und ihrer ureigenen Innen-Motivation ruhen, haben weniger unnötigen Zeit- und Energie-Verlust. Exzellenz und mehr Leichtigkeit breiten lassen sich dann kaum vermeiden und stecken auch andere Mitarbeiter und Teampartner an.

1 Comment

  • Ich denke mal, „guter Flow und Arbeitsfreude“ sind eine wunderbare und willkommene „Nebenwirkung“ eines solchen Vorgehens. Schon dadurch erhöht sich die Erfolgswahrscheinlichkeit.

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