Stellen Sie sich vor, Ihr Unternehmen ist ein Zug. Sie als Führungskraft sind der Lokführer, Ihre Mitarbeiter sind verteilt auf die einzelnen Abteile, je nach Funktion.

Haben Sie auch das Gefühl, dass Sie mit Ihrem Zug in den letzten Jahren mit einer enormen Geschwindigkeit gefahren sind, wie in
einem ICE?

Das hören wir zurzeit oft. Immer noch ein bisschen schneller, um das nächste Ziel zu erreichen, während wir nicht wahrgenommen haben, was in den einzelnen Abteilen wirklich passiert, geschweige denn, was um uns herum geschieht. Bei dieser enormen Geschwindigkeit ist vieles an uns vorbeigezogen. Und dann kam Corona und hat unseren Zug abgebremst, ja sogar in vielen Fällen völlig zum Stillstand gebracht.


Ein Stillstand, der Veränderungen mit sich brachte. Jetzt konnten die Mitarbeiter plötzlich aus dem ICE aussteigen, waren eine Zeitlang zu Hause oder im Homeoffice tätig. Die Zuginsassen stellen fest, dass sie gar nicht so richtig mitbekommen haben, wohin die wilde Fahrt geht und der ersehnte
Zielbahnhof leider ein anderes Gleis gewesen wäre. Und auf einmal können sie neu entscheiden, ob sie wieder einsteigen oder einen anderen Zug nehmen wollen. Vielleicht brauchen sie aber auch gar keinen Zug mehr.

Denn im Homeoffice haben sie bemerkt, dass sie sehr gut selbständig arbeiten können, sie müssen gar nicht in ihrem Abteil sitzen.

Platzsparender und transportabler Schreibtisch ideal für das Homeoffice

So bilden sich neue Netzwerkstrukturen, die Unternehmensgrenzen überwinden. Und unser Zug steht plötzlich auf dem Abstellgleis.
Sagen wir es so: Corona ist nichts anderes als ein riesengroßer Spiegel, in den wir schauen dürfen und wo wir kein verzerrtes Bild sehen. Vielleicht ist es sogar eine Lupe, weil uns äußere Veränderungen dazu bringen, ganz genau hinzuschauen und wir vieles plötzlich klarer sehen. Einzige Bedingung: Wir müssen hinschauen wollen. Der kulturelle Wandel in der Gesellschaft muss und wird sich auch in den Unternehmen vollziehen. Wer wartet, dass alles wieder so wird, wie vorher, dessen Zug wird große
Schwierigkeiten haben, wieder anzufahren.

Wenn der Zug weiterfahren soll mit allen Mitarbeitern an Bord, braucht es Innovationen und ein neues Denken, neue Führungsmuster. In einem modernen Zug darf der Lokführer auch mal auf Autopiloten umschalten, um sich intensiver seiner Belegschaft zuzuwenden. Was passiert eigentlich dahinten in den Abteilen? Seine Rolle wandelt sich dann hin zum Reiseleiter und Zugbegleiter. Er darf auch mal das Ziel offenlassen, die Geschwindigkeit reduzieren und den Zug immer mal wieder anhalten.

Dann können alle gemeinsam auf den Fahrplan schauen, um festzustellen, ach, da wollte ich ja gar nicht hin oder ja, genau mein Ding. Und vielleicht fühlt sich der ein oder andere in einem anderen Abteil wohler und möchte gern seinen Platz wechseln. Wer aber immer noch in der Lokführerrolle verharrt und nie drauf achtet, dass es der Gruppe gut geht und ob jemand umsteigen möchte, hat dann Probleme.


Manchmal ist auch eine größere Inspektion erforderlich, eine neutrale und ganz objektive Analyse von außen, die mir zeigt, wie es meinen Zuginsassen wirklich geht, was sie beschäftigt, und die auch diejenigen erreicht, die (kurzzeitig) den ICE verlassen haben. Es ist eine Art Positionsbestimmung, mit der Sie aus Veränderungen Verbesserungen erzielen können.
Sind Sie startklar für neue Weichenstellungen? Prima, dann bitte alles einsteigen und weiter geht die Fahrt.

Aber ganz langsam, wir wollen ja nicht in alte Muster zurückfallen. Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt in eine erfolgreiche Zukunft und begleiten Sie gern ein Stück Ihres Weges.

Die Vortragsreihe ist eine gemeinsame Initiative der GesundheitsStrategen, der Interessenvertretung 50Plus e.V. und der Rechtsanwaltskanzlei Wulf & Collegen.

Unser Fahrplan:

  1. 15.12.2020, 12:15 Uhr
    Thema: „Wenn Abteile leer bleiben: Fachkräftemangel trotz Krisenzeiten“ Hermann-Josef Kracht, Interessenvertretung 50Plus e.V.
  2. 17.12.2020, 12:15 Uhr
    Thema: „Homeoffice?! Übergangslösung oder Arbeitsplatz der Zukunft?“
    Sandro Wulf, Fachanwalt für Arbeitsrecht
  3. 11.01.2021, 12:15 Uhr
    Thema: „Der Arbeitsmarkt der Lebenskenner (Menschen über 50 Jahre) in der Zukunft. Wie kann ich die Kenntnisse der Babyboomer im Unternehmen halten?“ Hermann-Josef Kracht, Interessenvertretung 50Plus e.V.
  4. 12.01.2021, 12:15 Uhr
    Thema: „Sicher unterwegs! Damit es nicht zum Firmen-Shutdown kommt: Was tun in der Cyber-Pandemie?
    Payam Samimi, IT-Sicherheitsexperte Siemens Mobility GmbH
  5. 14.01.2021, 12:15 Uhr
    Thema: „Der Blick auf den Fahrplan. Wo stehen wir eigentlich mit unserem Unternehmen?“ Sandro Wulf, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Ralf Wuzel, DieGesundheitsStrategen

Steigen Sie hier ein und wir spendieren Ihnen das Zugticket!

Bildquelle: Pixabay

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